Léann Herlihy (sie/sie) ist eine in Dublin lebende Künstlerin, Forscherin und Pädagogin. Ihre Praxis basiert auf trans*, queeren, ökologischen, feministischen und abolitionistischen Theorien und erkundet alternative Ausdrucksformen durch Medien wie Live-Performance, Video, Plakatwände, Skulpturen, Texte, Workshops und radikale Pädagogik. Léann hinterfragt kreativ und rigoros die Positionierung von „Anderssein“ in einer heteronormativen Gesellschaft, überschreitet die Vorstellung des „Anderen“ als bloße Option und erforscht stattdessen die generative Kraft kollektiven Engagements und Widerstands, wenn koloniale und kapitalistische Normen in Bezug auf Persönlichkeit, Körper und Geschlecht aufgehoben werden. Ihre Forschung lehnt disziplinäre Kohärenz ab und beschäftigt sich mit oft unvereinbaren, nicht archivierten Fragmenten – sei es physisch in den hinteren Lagerräumen oder virtuell in den Threads von Online-Foren –, während sie nach Überresten jener sucht, die absichtlich oder versehentlich aus der Gesellschaft ausgeschlossen wurden.
Zu den bisherigen Ausstellungen von Léann Herlihy zählen die 3. Toronto Biennale, die 40. EVA International Biennale in Limerick und das Tulca Festival of Visual Arts in Galway.
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