Julia Frank (*1988, Italien) ist eine in Wien lebende bildende Künstlerin. Sie absolvierte 2015 den Master in Bildhauerei am Royal College of Art in London. Franks künstlerische Praxis bewegt sich zwischen Skulptur und zweidimensionalen Arbeiten und verbindet fotografische, zeichnerische und druckgrafische Verfahren. Ausgangspunkt ist häufig der Körper, insbesondere die Haut, als Träger von Einschreibungen, Einwirkungen und sozialen Erfahrungen. In intuitiven, handwerklichen und experimentellen Prozessen untersucht sie Material als Informationsträger und versteht Form als Ergebnis von Intervention und Reaktion. Geprägt von einer biografischen Erfahrung von Herkunft, Klassenzugehörigkeit und queerer Identität verhandelt ihre Arbeit Fragen sozialer Körper, Intersektionalität und Machtstrukturen jenseits normativer Zuschreibungen. Franks Werke eröffnen fragile, poetische Räume, in denen Verletzlichkeit und Widerstand gleichermaßen sichtbar werden. Ihre Arbeiten wurden u. a. im MUSEION, im Kunstverein Schattendorf sowie im Museum Fortezza gezeigt. Sie erhielt u. a. den Publikumspreis des MUSEION (2016), den In Memoriam Sven Sachsalber Preis (2021) und wurde 2025 als HGV Künstlerin des Jahres ausgezeichnet.
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